Gibt kein schöner Leben als Studentenleben ('s)
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Chanson
Mélodie: Karl Gottlieb Reißiger – 1822
- ´s gibt kein schöner Leben
als Studentenleben
wie es Bacchus und Gambrinus schuf;
in die Kneipen laufen
und sein Geld versaufen
ist ein hoher, herrlich Beruf.
Ist das Moos entschwunden
wird ein Bär gebunden
immer geht´s in dulci iubilo
ist kein Geld in Bänken
ist doch Pump in Schenken
für den kreuzfidelen Studio.
- Auch von Lieb umgeben
ist´s Studentenleben
uns beschützt Venus Cypria;
Mädchen, die da lieben
und das Küssen üben
waren stets in schwerer Menge da.
Aber die da schmachten
und platonisch trachten –
ach, die liebe Unschuld tut nur so:
denn so recht inwendig
brennt es ganz unbändig
für den kreuzfidelen Studio.
- Auch in Dorf und Städtchen
seh´n die jungen Mädchen
stets den lebensheitern Burschen gern
Vivant, die da lieben
gern das Küssen üben
ohne lange törricht sich zu sperr´n
Aber die da schmachten
und platonisch trachten –
ach, die liebe Unschuld tut nur so:
denn so recht inwendig
brennt es ganz unbändig
für den kreuzfidelen Studio
- Will zum Kontrahieren
einer mich touchieren
gleich gefordert wird er augenblicks
„Bist ein dummer Junge!“
und mit raschem Sprunge
auf Mensur gehts im Paukantenwichs.
Schleppfuchs muß die Waffen
auf den Paukplatz schaffen,
Quarten pfeifen, Terzen schwirren froh.
Hat ein Schmiß gesessen
ist der Tusch vergessen
von dem kreuzfidelen Studio.
- Vater spricht: „Das Raufen
und das Kneipenlaufen
nutzt dir zum Examen keinen Deut!“
Doch dabei vergisst er
dass er ein Philister
und das Ding hat seine Zeit.
Traun! Das hiesse lästern
schon nach sechs Semestern
ein Examen! Nein, das geht nicht so!
Möchte nie auf Erden
etwas andres werden
als ein kreuzfildeler Studio
- Drum das schönste Leben
ist das Burschenleben
als Philister denkt man gern noch dran
Der ist zu bedauern
denn er muß versauern
in dem ewig gleichen Schlendrian
Doch wo Gläser blinken
Mädchen freundlich winken
Ruft der Bursch noch als Philister froh
werde hier auf Erden
nie was and´res werden
als ein kreuzfideler Studio
Infos supplémentaires
's Gibt kein schöner Leben als Studentenleben a été écrit par Karl Gottlieb Reissiger en 1822. La chanson a été publiée pour la première fois en 1845 dans le Liederbuch für Studenten de Braun.
Le KVHV codex ne contient que la première et la dernière strophe. Le Rode Codex contient le premier et le deuxième.
La chanson contient des termes estudiantins :
- Moos existe aussi en néerlandais et signifie "argent" en allemand et en néerlandais.
- L'expression ein Bär an-/aufbinden signifie autant que "faire des dettes".
- Kreuzfidel signifie très loyal, très fidele.
- Un Philister est un ancien étudiant ou Alter Herr. En allemand, ce terme n'a pas de signification négative ; les Alte Herren restent membres à vie et apportent des contributions financières au club - contrairement au terme flamand "filister" qui désigne non seulement les non-étudiants ou les citoyens, mais aussi les personnes aux opinions étroites.
Sources
- Goeyse, Edmond de, O Vrij-Studentenheerlijkheid, Historisch-studentikoze schetsen, Universitaire Pers Leuven, Belgium, Leuven, 1987.